Samstag, 29. Juni 2013

Rezension zu "Millennium Girl" von Coerte V.W. Felske


 photo FelskeMillenium-Girl.jpg
© Cover-/Zitatrecht: Rowohlt
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Verlag: Rowohlt Verlag
Titel:  Millenium Girl
Orginaltitel: The Millenium Girl
Buchreihe: Nein 
Autor: Coerte V.W. Felske 
Erschienen:  März 2000
Seiten: 384
ISBN: 978-3498020842
Preis:  ab 5,69
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Klappentext
Noch nie musste Bodicea Lashley härter arbeiten, um nie mehr arbeiten zu müssen. Denn sie hat große Pläne. Spätestens an ihrem dreißigsten Geburtstag im Jahr 2000 will sie es geschafft haben: Apartment in der Fifth Avenue, Reisen, Sportflitzer, das Gucci-Kleid, die Chanel-Accessoires - was eine Frau eben zu ihrer Freiheit braucht. Und: den Ehering - nicht unbedingt den Mann dazu - von einer der hundert reichsten "Brieftaschen" der Welt. Bo ist ein Fleisch gewordener Männertraum, aber, damit das gleich klar ist, keine "Professionelle". Dazu hat sie viel zu viel Stil, Köpfchen und, nun ja, leider, Herz. Darum hegt sie einen stillen, aber gewaltigen Groll, als sie erfahren muss, dass einer ihrer derzeitigen Sugardaddys, Senator Owen Albright, die Zahlungen einstellen will. Und dann stirbt auch noch der Mann, der ihr teures Apartment finanziert. Trost findet Bo nur bei ihrem Busenfreund Napoleon, der zwar ein Schatz ist, aber leider enterbt - und schwul. Es sieht schlecht aus mit Plan A. Ziemlich verzweifelt fährt Bo über Silvester ins gediegene Aspen und muss die begehrten High-Society-Feten zur Jahrtausendwende mit einem mittellosen Journalisten abklappern. Doch da kommt ihr der Zufall zu Hilfe, und Plan B tritt in Kraft ...



Rezension 

Der erste Satz:  
Es war August und ich kehrte sommerblond aus St-Raphael zurück.

Handlung



Bodicea, Bo genannt,  ist vom „Beruf“ Golgräberin, jedoch nicht im herkömmlichen Sinne, sie verdient  sich ihr Geld in dem sie sich von reichen Männern bezahlen lässt. Dazu hat sie ganz verschiedene Maschen, sie hält als Geliebte her und lässt sich mit Geld und andere Sachen verwöhnen oder sie erpresst ihre ehemaligen Gönner. Doch ihr eigentliches Ziel ist einen reichen Mann vor ihren 30. Geburtstag zu heiraten und damit für den Rest ihres Lebens aus zu sorgen, Liebe ist dabei nicht zwingend erforderlich. Doch natürlich ist das nicht ganz so einfach, denn sie ist nicht die einzige Goldgräberin die sich das als Ziel gesetzt hat und so stellen sich ihr immer wieder  neue Probleme in den Weg. Auch Bos Vergangenheit kommt da das ein oder andere mal zum tragen und auch ihre eigene Familie.

Cover




Das Cover fand ich etwas zu schlicht für die Geschichte, da es viel um Reichtum und Prunk unter anderem in der Geschichte geht ,hätte das Cover doch etwas auffallender gestaltet sein können. Die Halskette im Hintergrund passt soweit zwar ganz gut, ist aber eben noch zu unscheinbar.


Meine Meinung



Ich hatte mir das Buch geholt, weil ich den Klappentext und einige Stellen aus dem Buch recht vielversprechen fand und es mich angesprochen hatte. Die Idee einer dgeldgeilen Männerausbeuterin, die ein Leben im Luxus auf Kosten der reichen Männer lebt und scheinbar dann doch über die Liebe stolpert fand ich interessant. Aber irgendwie war es dann doch ganz anders als ich es mir gedacht und erhofft hatte...(ja es lässt schon böses ahnen)

Der Schreibstil hat mir persönlich gar nicht gefallen, ich fand es oftmals wirklich sehr anstrengend zu lesen, die Ausdrucksweise war die meiste Zeit über sehr gewählt und irgendwie teilweise formell, womit ich nicht wirklich viel Anfangen konnte. Ich bevorzuge eher lockere Ausdrucksweisen, wenn es zum Thema passt dann kann natürlich auch eher eine ernstere Sprache gewählt werden, aber hier fand ich es eher unpassend.
Was mir allerdings gefallen hat, dass Bo in der Geschichte zu dem Leser gesprochen hat, das heißt sie hat dem Leser sozusagen ihre Geschichte erzählt. Das fand ich ganz nett, weil es mal was anderes für mich war. Aber die Ausdrucksweise hat die Begeisterung eben ganz schön gedämpft.

Der Einstieg ist mir wirklich schwer gefallen, ich war schon fast dabei das Buch wieder wegzulegen. Die Ausdrucksweise hat zum einen da eine Rolle gespielt, aber viel schlimmer fand ich das sich der komplette Anfang eigentlich nur darum gedreht hat wie man sich denn einen reichen Mann „angelt“.  Es hat sich für mich eher wie eine Anleitung gelesen was ich beachten muss wenn ich einen reichen Mann bekommen will. Zudem hat sich der Anfang dann auch noch Seiten lang hingezogen.

Die Charaktere haben das Buch leider auch nicht viel besser gemacht,  ich fand alle Charaktere wirklich eher blass, ohne viel Persönlichkeit und Hintergrund.
Zu der Protagonistin Bo konnte ich überhaupt keine Beziehung aufbauen, sie war mir völlig unsympathisch. Ich fand sie eingebildet, arrogant, zudem noch geldgeil.  Von Stil, Köpfchen und Herz, so wie im Klappentext angepriesen konnte ich nicht viel merken. Es geht für sie um Geld um jeden Preis, egal ob sie sich dafür selbst demütigen muss oder mit absoluten Wiederlingen ins Bett geht, sowas kann ich nicht nachvollziehen. Es kamen auch mal etwas emotionalere Stellen mit ihr, aber ich konnte beim besten Willen einfach nicht mit ihr mitfühlen, sie war mir einfach zu oberflächlich.
Napoleon, ihr bester schwuler Freund, war noch ganz nett, ihn mochte ich und fand ihn sympathisch, wobei das Klischee von Schwulen schon wirklich sehr gedeckt wurde. Aber er war eine lustige, lebensfrohe Persönlichkeit, wenn er vorkam hat mir das lesen etwas Spaß gemacht, was beim großteil des Buches leider nicht der Fall war.
Die anderen Personen sind kaum erwähnenswert, auf sie wird nur am Rande eingegangen und sie blieben eher blass, selbst Bos Angebetete sind kaum von Bedeutung.


Eigentlich sollte es ja darum gehen wie Bo in der Welt der Goldgräberinnen lebt und ihr Ziel erreicht und sich dann auch noch unbeabsichtigt Hals über Kopf verliebt. Die ersten beiden Teile wurden auch zur genüge erfüllt, aber eine Liebesgeschichte konnte ich beim besten Willen im Buch nicht finden. Wenn das irgendwie romantisch sein sollte, dann bin ich wohl zu verwöhnt von WIRKLICH romantischen Büchern. Um Liebe und Glück usw. Ging es eher nur zum Ende des Buches. Es gab ein Happy End, aber das macht ja nun wirklich ein Buch noch lange nicht gut. Der Mann in den sie sich verliebt hatte, dessen Namen ich gerade nicht mal richtig weiß da er irgendwie einen unwichtig und blass erscheint, lernt sie erst ab der Hälfte des Buches etwa kennen, dann bricht der Kontakt zwischen ihnen ab und am Ende ist er auf einmal wieder da und sie kommen doch noch zusammen, also ehrlich, das war einfach nur enttäuschend.



Fazit


Wie man sicher schon raus lesen konnte, fand ich das Buch einfach nur enttäuschend, es war etwas ganz anderes als erwartet. Selbst wenn ich ohne Erwartungen rangegangen wäre hätte es mir eher nicht zugesagt.
Dennoch gebe ich nicht die schlechteste Wertung da ich Napoleon wirklich mochte und es sicher Leute gibt denen dieses Buch zusagt.


Bewertung:







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