Donnerstag, 7. April 2016

Rezension zu "Das Haus Komarow" von Axel Saalbach


 photo das-haus-komarow.jpg
© Cover-/Zitatrecht: Latos Verlag
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Verlag: Latos Verlag
Titel: Das Haus Komarow
Originaltitel: -
Buchreihe: -
Autor: Axel Saalbach
Erschienen: Oktober 2014
Seiten: 447
ISBN: 978-3943308587
978-3-943408-15-7
978-3-943408-15-7
978-3-943408-15-7
978-3-943408-15-7

Preis: 12,99 (TB)
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Klappentext
Unzählige Jahre des Krieges lasten auf Deutschland, das nur noch der unbedeutende Teil eines riesigen russisch-europäischen Zarenreichs ist. Technologie ist verschwunden, soziales Leben findet nicht mehr statt und die Bevölkerung leidet. Die Polizeigewalt wird von Söldnern ausgeübt, die im Dienste von Versorgerclans stehen und ihre Macht ausnutzen, um die Menschen zu terrorisieren. Erst als einem dieser Clans, dem Hause Komarow, die Herrschaft über das deutsche Gebiet zugesprochen wird, keimt Hoffnung auf. Nach dem heimtückischen Mord am Oberhaupt der Familie liegt es an einem einzigen Mann, diese Hoffnung nicht sterben zu lassen ...



Rezension 

Der erste Satz:  
Seufzend warf Demjan Buschkat eine kleine Plastikdose zurück auf den Haufen wilden Unrats, der sich am Straßenrand gebildet hatte.

  Handlung

Nach dem Krieg gehört Deutschland in der Zukunft zu Russisch/Europa. Insgesamt sieht die Situation für die Menschen in Deutschland eher düster aus, denn ihnen geht es alles andere als gut. Einen großen Anteil daran hat der jeweils aktuelle Versorgerclan, welcher für die Versorgung von Deutschland zuständig ist und in einem gewissen Rhythmus immer neu bestimmt wird. Zu diesen Versorgerclans gehört auch das Haus Komarow, welches gerade neu für die Versorgung Deutschlands bestimmt wurde. Doch die Hoffnung der Menschen auf eine bessere Zeit unter dem Haus Komarow währt nicht lange. Denn das Oberhaupt des Hauses, der Vater des Protagonisten Anatol, wird von Anatols Bruder umgebracht. Dieser hängt es allerdings Anatol an, der nach seinem Vater der neue Bravoc und somit das Oberhaupt werden sollte. Seit dem befindet sich Anatol mit seinem Hund Diesel auf der Flucht und hält sich versteckt. Unter Anatols Bruder geht es dem Volk immer schlechter und diverse Ereignisse führen dazu, dass Anatol beschließt sich nicht weiter zu verstecken sondern seine Unschuld zu beweisen und seinen Platz als Bravoc einzunehmen.





Meine Meinung


Auf dieses Buch war ich wirklich neugierig da es sich hierbei um eine Dystopie handelt die zur Abwechslung einmal in Deutschland bzw. "russisch Europa" spielt. Ich muss gestehen das mir der Einstieg zu Beginn etwas schwer fiel, da ich mich zunächst einmal an die russischen Namen und Ortsbezeichnungen gewöhnen musste und es mir dadurch schwer fiel mich zu orientieren, da eben unsere bekannten deutschen Städte auch alle andere Namen bekommen haben. Mit der Zeit gewöhnte ich mich aber daran und kam ganz gut damit zurecht. Dies ist vorallem dem Autor zu verdanken, welcher mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zu Verfügung stellte und auch ein Zettelchen mit den verschiedenen Personen mit ins Buch legte.

Den Schreibstil habe ich schon als anspruchsvoll empfunden. Ich benötigte schon etwas Konzentration um dem Geschehen folgen zu können, dies  nahm ich allerdings nicht als störend wahr.  Für mich sprach es eher dafür das die Geschichte recht komplex ist und der Autor eben alles wichtige mit hinein bringen wollte. Ein wenig störend war manchmal die sehr altertümliche Ausdrucksweise an manchen Stellen.  Die düstere Lage in Deutschland wird aber sehr gut beschrieben. So gibt es beispielsweise illegale Kinder, welche nach dem Gesetz hätten nicht geboren werden dürfen und bei Entdeckung umgebracht werden. Die Situation und auch die Umgebung in der sich Anatol und Deutschland befindet ist wirklich sehr gut beschrieben, was wieder eine sehr genaue Vorstellung ermöglicht. Umso besser konnte man Anatol verstehen das er sich dazu entschließt doch seine Unschuld zu beweisen.

Anatol oder auch Tolja genannt, mochte ich an sich als Hauptprotagonisten gerne. Er ist sehr mutig und schlau und besitzt einen ausgesprochenen Gerechtigkeitssinn. Dennoch kam er nie wie ein Superheld rüber dem alles gelingt, weshalb ich ihn sympathisch fand. Aber allen voran war ich sehr von seinem Hund Diesel angetan. Er ist einfach ein super schlauer Hund und Anatol bedingungslos gehorsam und außerdem war er ihn das ein ums andere Mal eine große Hilfe.
Aber auch die Nebencharaktere haben mir gefallen, alle hatten einen eigenen Charakter und wirkten nicht blass oder oberflächlich auf mich. Allerdings waren einige der Personen eher als Mittel zum Zweck anzusehen.

Auch die Handlung und der Ablauf der Geschichte wirkten auf mich gut durchdacht. Ich empfand es auch als angenehm das eben nicht immer alles glatt oder nach Plan lief bei den Lösungen für die Probleme die sich Anatol während seines Weges ergaben. Dennoch muss ich gestehen das es auch ab und an manchmal auch längere zähe Passagen gab in denen in meinen Augen zu wenig passiert ist und es eben hätte etwas spannender sein können. Zum Ende hin allerdings wurde es dann wieder sehr spannend, so das ich gar nicht schnell genug lesen konnte. Das Ende war aufschlussreich, lässt aber dennoch einiges offen und würde in meinen Augen noch Potenzial für ein Buch bieten.

Fazit

Es handelt sich hier um eine interessante Dystopie, welche man allein schon gelesen haben sollte weil sie zur Abwechslung mal in Deutschland spielt. Wer eine gut durchdachte Geschichte lesen möchte und eine nicht ganz abwegige Dystopie sollte sich das Buch einmal näher anschauen. Trotz zwischenzeitlicher zähen Passagen, kann ich dieses Buch empfehlen.


Bewertung:




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